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Serologie

In der serologischen Diagnostik werden menschliche Antikörper nachgewiesen, die Hinweis auf das Vorliegen einer bestimmten Erkrankung geben. Gegen alle Stoffe, die der menschliche Körper als fremd erkennt, bildet er Antikörper. Bei Infektionskrankheiten dienen die Antikörper der Abwehr des Erregers. Bei Autoimmunerkrankungen sind Antikörper Zeichen einer falsch geleiteten und gegen den eigenen Körper gerichteten Immunabwehr.

Bei Infektionskrankheiten unterscheidet man in der Regel zwischen IgG (Immunglobulin G)- und IgM (Immunglobulin M)- Antikörpern. Der Körper bildet IgM-Antikörper, wenn er zum ersten Mal mit einem neuen Stoff in Berührung kommt. Sie verschwinden nach einigen Wochen. Somit sind IgM-Antikörper oft Zeichen einer frischen oder kürzlich durchgemachten Infektion. IgG-Antikörper bleiben nach Kontakt mit einem Erreger lebenslang erhalten. Sie sind Zeichen einer durchgemachten Infektion. Durch einen Anstieg der IgG-Antikörper sind Zweitinfektionen oft erkennbar. Dazu ist es notwendig, nach ca. 2 Wochen eine weitere Blutprobe zu untersuchen.